Ramen-Burger sind nicht meine Erfindung - leider, sondern die eines amerikanischen Freaks, der sich mit seinem Imbisstand an der Wallstreet dumm und krumm verdient. Zu recht muss ich neidlos zugeben, wenn seine Ramen-Burger nur halb so lecker sind wie das was ich heute gebastelt habe.

Wer Ramen nicht kennt - die Sache ist schnell erklärt: Ramen ist so etwas wie eine asiatische 5-Minuten Terrine. Eine kleine Tüte mit asiatischen Nudeln in ganz charakteristischer Form - man könnte sagen „Spaghetti mit Locken“. Dazu ein Tütchen mit irgendwelchem Geschmack-gebenden Pulver. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Zusammenwerfen, kochendes Wasser drüber, umrühren ein paar Minuten warten und essen. Satt für 70ct.

Beim Ramen-Burger ersetzen wir das Brot - oder den “Bun” wie der Amerikaner sagt - ganz einfach durch gebratene Nudeln aus besagtem Nudelsnack. Die Sache spukt mir im Kopf herum, seit ich das erste mal davon gehört habe. Wenn da nicht das böse Glutamat wäre. Leider ist in den meisten Ramen mehr Glutamat drin als irgend etwas anderes und zwar nicht nur in diesem ominösen Pulver sondern auch schon auf den trockenen Nudeln. Das war ein Showstopper, weil ich dieses Teufelszeug einfach nicht essen möchte. Doch heute habe ich beim freundlichen REWE-Händler Ramen ohne Glutamat gefunden! - Und auf dem Markt gab es sensationelle Steinpilze - mein Glückstag!

Beim Ramen-Burger gibt es wie beim klassischen Burger auch, genau 1,8 Trillionen Möglichkeiten der Zubereitung. Alles was irgendwie zwischen zwei Brötchenhälften passt, ist bestimmt auch schon mal in einem Burger gelandet.

Meine Version heute alles andere als klassisch - kein Brot (natürlich nicht) - Kein Ketchup, keine Majo, keine Tomaten…naja fast. Statt dessen frischen Rucola, geschmorte Balsamico-Zwiebeln und gebratene Steinpilze. Beim Fleisch nehme ich feinstes Bio-Rinderhack nur mit einer Prise Salz gewürzt und etwas passierte Tomatenpampe dazu - das macht das Fleisch noch saftiger. Also doch irgendwie mit Tomate. Alles in allem für meinen Geschmack eine Mörder-leckere Kombination - ja selbst der Gouda geht gut mit den Steinpilzen zusammen, auch wenn man das erst nicht glauben möchte.

Ein Burger pro Nase ist absolut ausreichend. 100g Nudeln + 125g Fleisch + Käse + … reicht auf jeden Fall für ein ordentliches Völlegefühl.

Dann fangen wir mal an, alles zusammen zu basteln.

Zutaten für 4 Ramen Burger

  • 4x 100g Nissin Demae Ramen
  • 4 Eier
  • 2 EL Stärke
  • Salz

  • 4 Zwiebeln

  • Olivenöl
  • Balsamico

  • 4 Scheiben Gouda mittelalt

  • 1 Bund Rucola
  • 500g Bio Rinderhack
  • Salz
  • 50g passierte Tomaten
  • 3-4 frische Steinpilze
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Rucola waschen und längere Stängel abschneiden. Ramen nach Packungsanweisung zubereiten, oder - wer das Pulver nicht mag - in Salzwasser aldente kochen. Eier mit der Stärke und etwas Salz mischen und mit den Nudeln vermengen. Die Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden, mit dem Olivenöl mischen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze langsam braten bis sie schön weich und braun sind. Mit Balsamico ablöschen und bei Seite stellen. Das Hackfleisch mit den passierten Tomaten mischen und zu vier gleich großen Patties Formen. Nach Belieben medium oder durch braten und im Backofen bei 120°C warm halten.
Die Nudeln mit Servier-Ringen, einer ausreichend großen Tasse oder feuerfesten Crème Brûlée-Schälchen in Form bringen und von beiden Seiten knusprig braten. im Backofen warm halten. Jetzt die Steinpilze putzen, in Scheiben schneiden und in Olivenöl von beiden Seiten kurz scharf anbraten.

Nun die Burger zusammenbauen. Von unten nach oben: Nudel-Bun - Rucola - Beef - Zwiebeln - Käse - Steinpilze - Nudel-Bun.